Maison Chance ist in erster Linie eine Geschichte über die Liebe. Die Liebe einer jungen 21-jährigen Schweizerin, die durch Asien reist, und eines jungen 12-jährigen vietnamesischen Jungen, der sich ernstlich unwohl fühlte.

Im Jahr 1993 kam Aline Rebeaud, eine junge Malerin, zufällig in eine psychiatrische Klinik im Süden von Vietnam. Sie wurde sofort von diesem Jungen berueht, der angekettet und allein in der Ecke war und nur noch ein paar Tage zu leben hatte. Mit Herz-, Leber- und Lungenproblemen befand sich Thanh in einem schrecklichen Zustand. Im Angesichts diesen Jungens, konnte Aline Rebeaud nicht einfach zusehen und nichts tun. Sie brachte ihn ins Krankenhaus und bewachte den Jungen Tag und Nacht, drei Monate lang. Sie erhielt den Namen „Tim“ von den Patienten – „Herz“ auf Vietnamesisch.

Auf dem Weg von und zum Krankenhaus kreuzten sich ihre Wege mit vielen behinderten Menschen. Sie wurden außer Acht gelassen und von der Gesellschaft völlig ignoriert. Tim beschloss, sie unter ihrem Dach willkommen zu heißen und ihren Aufenthalt in Vietnam auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Waisenkinder, Straßenkinder und Menschen mit Behinderungen fanden in dieser Hütte in einem armen Vorort von Ho-Chi-Minh-Stadt Zuflucht. Alle bildeten eine große Familie, mit diesem jungen 21-jährigen Mädchen als deren Mutter, die zu allem bereit war, um ihnen zu helfen. Menschen aus der Gegend haben diese Herberge in „Maison Chance“ umbenannt. Im Jahr 1995 begann Tim sich für die Bildung der Begünstigten von Maison Chance einzusetzen. Es ging nicht mehr nur darum, ein Dach über dem Kopf zu bieten, sondern auch darum, sie zu erziehen. Alphabetisierungskurse und eine Einführung in die Malerei begannen. Gleichzeitig wurde ein Rehabilitationsprogramm für Menschen mit Behinderungen eingeführt.

Im Jahr 1999 wurden die Berufsausbildungsprogramme erweitert. Es war der Beginn von Kursen in Informationstechnologie, Näh- und Textildesign. Ziel ist es, den benachteiligten Kindern, Waisen, Straßenkindern und Behinderten möglichst viele Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Stimme zu finden und sie mit eigenen Flügeln fliegen zu lassen.

Im Jahr 2006 wurde die Berufsausbildung weiter ausgeweitet. Ein speziell für die Ausbildung geschaffenes Zentrum wurde eingerichtet. Das Take Wings Center war geboren. Es ist etwa 1 km vom Shelter entfernt und besteht aus Näh-, IT-, Holz- und Malerwerkstätten. Es gibt auch zwei Räume für Freiwillige im Gebäude.

take-wing-center

Das dritte Zentrum von Maison Chance wurde im Januar 2011 eingeweiht. Village Chance oder auch „Glücksdorf“ ist der erste Apartmentkomplex in Vietnam, der an Menschen mit Behinderungen angepasst ist. Die Mietkosten sind im Vergleich zum Marktwert niedrig. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden wurde dieses speziell dafür entworfen, auch bei starkem Regen einen einfachen Zugang für Rollstuhlfahrer zu ermöglichen. Das Village Chance beherbergt auch ein Schwimmbecken für Hydrotherapie, eine Grundschule, ein Restaurant, das von den Begünstigten von Maison Chance betrieben wird, und eine Kindertagesstätte.

Die drei Zentren, die im Umkreis von 1 km voneinander liegen, sind an ihrer blauen Farbe, einem Symbol der Hoffnung, erkennbar.

Und die Geschichte geht weiter!

Maison Chance stellte fest, dass einige der älteren Begünstigten, die sich nicht vollständig in die Gesellschaft integrieren konnten, in einer ruhigen Umgebung fernab vom Trubel der Stadt wohler fühlten. Nach vielen Recherchen und Erkundungen von Land entschied sich Maison Chance, ein neues und innovatives Sozialzentrum in der Region Dak Nong zu errichten, die 350 km von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt liegt. Dieses ländliche Zentrum wird seinen Begünstigten besser angepasste Aktivitäten anbieten, wie Garten- und Pferdetherapie. Es würde auch Waisen und Behinderte der Region willkommen heißen.

Das soziale Zentrum von Dak Nong befindet sich derzeit im Bau und sollte im Jahr 2018 eröffnet werden.

Für weitere Informationen zum Dak Nong Projekt.